Dankbarkeit öffnet und verbindet uns mit uns selbst, allen anderen und dem Kosmos. Sie bringt uns ins hier und jetzt und in den Körper. Dankbarkeit ist ein Zustand in dem wir ganz in der Welt sind, ohne von dieser Welt zu werden. 

Dankbarkeit ist in den letzten Jahren zum Forschungsgegenstand geworden. Dabei haben WissenschafterInnen herausgefunden, dass das üben von Dankbarkeit unser Wohlbefinden  und Resilienz erhöht, die Schlafqualität verbessert,  Angst reduzieren kann und sogar materialistisches Streben verringert und dadurch zu mehr Wohlbefinden führt. (Und genauso wurde erforscht, dass materialistisches Streben unglücklich macht).

Was ist Dankbarkeit? 

Dankbarkeit ist eine Lebenshaltung. Wir können dankbar sein. Und es gibt in jedem Augenblick unendlich vieles wofür wir dankbar sein könnten. Wenn wir uns darin üben dankbar zu sein, in Dankbarkeit zu sein, öffnen wir uns der Fülle jedes Augenblicks und können dadurch dem Reichtum und dem unendlichen Potential des Lebens näher rücken.

Wenn wir Dankbarkeit kultivieren egal was in unserem Leben gerade abläuft, werden wir unabhängiger von äußeren Umständen. Damit ist nicht gemeint, dass wir für unangenehme, schwierige Dinge dankbar sein sollen (manchmal gibt es vielleicht auch hierfür gute Gründe) – aber es gibt auch in schwierigen Zeiten immer noch vieles wo für wir dankbar sein können. Und ich meine auch nicht das materielles Wohlergehen und gesellschaftlicher Erfolg abzulehnen sind. Aber wir müssen uns nicht von diesen Dingen bedingen lassen.

Dankbarkeit öffnet das Herz so dass wir empfangen können.

Der (in Wien geborene) Benediktiner Mönch Bruder David Steindl-Rast schreibt in seinem Buch Gratefulness, the Heart of Prayer über die Dankbarkeit und wie sie unsere Potentiale zur Entfaltung bringt. Und Joanna Macy (eine der wichtigsten Menschen in der Tiefenökologie) schreibt in ihrem Buch Coming Back to Life ein Kapitel mit dem Titel: Healing begins with Gratitude. Denn wenn wir das kostbare Leben schätzen, einfach für das was es ist, ändert sich unsere Sichtweise und damit unser Handeln Grundlegen.

Probier es aus, spür in dich hinein. Denk an etwas das dir fehlt, an einen Mangel in deinem Leben, steigere dich kurz hinein… Wie fühlst du dich? Wie fühlt es sich im Körper an? Und nun denk an etwas wofür du dankbar bist. Lass die Dankbarkeit wachsen, steigere dich auch hier ein bisschen hinein. Wie fühlst du dich? Wie fühlt es sich im Körper an?

Dankbarkeit zu üben, kann sich am Anfang fremd anfühlen. Da ist es wichtig sanft und behutsam und vielleicht auch geduldig mit sich selbst zu sein. Es geht ja nicht darum das wir dankbar sein sollten um eine moralische Verpflichtung zu erfüllen. Und es geht nicht darum, dass wir uns versuchen zu zwingen für entwes dankbar zu sein, wofür wir nicht dankbar sind. Wenn wir Dankbarkeit üben wollen, dann können wir mit den ganz kleinen Dingen beginnen. Und die große, all-umfassende Dankbarkeit wird dann schon kommen. Und sie wird als Geschenk kommen, ohne dass wir uns fürchterlich anstrengen müssen. Das Üben kann wie so oft sein: erst müssen wir uns überwinden, dann gewöhnen wir uns daran und es kommt uns selbstverständlich vor und dann wollen wir es nicht mehr missen!

Wesentlich beim Üben von Dankbarkeit ist, dass wir diese Haltung echt einnehmen und sie authentisch im Körper empfinden.

3 Wege Dankbarkeit zu kultivieren:

  1. Überleg die einmal am Tag – Morgens oder Abend – einige Dinge für die du gerade Dankbar bist. Spür die Dankbarkeit im Körper, im Herzen, lass sie wachsen, lass dich davon transformieren.
  2. Mach es dir zur Gewohnheit für Alltagsdinge Dankbarkeit zu empfinden: Essen, Trinken, Kleidung, warme Dusche, Heizung, Verkehrsmittel, Luft, Müllabfuhr… . Nimm dir kurz Zeit dafür – ein, zwei Atemzüge, spüre es im Körper, lass dich transformieren.
  3. Beachte die Welt, nimm ihre Schönheit, Wildheit, Verrücktheit war. Nimm dir Augenblicke Zeit um das was die täglich begegnet wahrzunehmen und wertzuschätzen. Spür es im Körper, lass dich transformieren.

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